TSV Oerlinghausen behält die Nerven im Krimi

TSV Oerlinghausen behält die Nerven im Krimi

Nach 60 Minuten hieß es 18:17 (11:7) für den TSV bei der SG Handball Detmold. Im Duell der Landesligaabsteiger konnten sich die Bergstädter durchsetzen – auch wenn es zum Ende hin nochmal richtig spannend wurde. ,,Wir haben richtig stark begonnen und relativ wenig Fehler gemacht und dabei auch gut getroffen.“, so Betreuer Christian ,,Bär“ Walbrodt. Vor allem Mattis Angermann traf in den ersten 12 Minuten vier Mal. Daher konnte sich der TSV über 5:7 zur Halbzeit mit 7:11 absetzen, auch wenn die Detteboys zum Ende der ersten Halbzeit mit einer offensiven Abwehr dem TSV ordentlich Probleme bereiteten. So fielen von der 20. Minute bis zur Halbzeit gerade mal zwei Treffer. Dass Detmold in dieser Phase trotzdem nicht weiter herankam hatte der TSV unter anderem seinem Schlussmann Arne Plass zu verdanken, der auch schon im Pokalspiel gegen Lage eine unglaubliche Quote hatte. Neun gehaltene Bälle, davon einige ,,hundertprozentige“, und nur einen zugelassenen Treffer konnte er in den letzten elf Minuten in Durchgang eins verzeichnen. In der 2.Halbzeit konnten die Bergstädter gerade einmal sieben Tore für sich verbuchen und vergaben 20 weitere Chancen leichtfertig. Von der 43. Minute bis zur Schlusssirene fiel für die Toensbergsieben kein Feldtor mehr, da auch Detmolds Torhüter eine starke Leistung zeigte. In der 55.Minute gingen die Gastgeber dann sogar das erste Mal mit 16:15 in Führung. Trainer Matthias Wieling, der sein Ligadebüt für den TSV gab, bemängelt: ,,Wir haben unsere Trefferquote nicht mehr so hoch halten können. Dadurch kam Detmold wieder ran.“ Die letzten fünf Treffer fielen allesamt von der Strafwurflinie. Florian Teuber verwandelte 13 Sekunden vor Ende entscheidend zum 18:17 Endstand und war mit fünf Treffer Oerlinghausens bester Werfer. Die Gastgeber hatten noch einmal die Chance zum Ausgleich – Arne Plass vereitelte erneut. Im Nachwurf ging der Ball über das Tor. Seitens der SG wurde hier ein nicht regelkonformer Stoß in Richtung Schiedsrichter kritisiert. Am Ende gewinnt der TSV knapp aber verdient in einem körperbetonten Nervenspiel.

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